Juni, 2009


18
Jun 09

“Die SPD ist dabei, sich für die Digitale Generation unwählbar zu machen. Das wird sich bereits bei…”

“Die SPD ist dabei, sich für die Digitale Generation unwählbar zu machen. Das wird sich bereits bei Bundestagswahl niederschlagen, weil mit der Entscheidung für die Netzsperren jeder Internet-Wahlkampf ad absurdum geführt wird - erst recht, weil der Online-Wahlkampf 2009 unter der besonderen Aufmerksamkeit aller Medien steht.”

- Stellungnahme des SPD-Online-Beirats zum geplanten Gesetz für Internetsperren - Stadtgeplauder

16
Jun 09

Union setzt sich bei Kinderpornografie-Sperre durch – CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag: Presse – Pressemitteilungen

Union setzt sich bei Kinderpornografie-Sperre durch - CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag: Presse - Pressemitteilungen:

Bei den Verhandlungen mit der SPD über das Gesetz zur Bekämpfung der Kinderpornographie in Kommunikationsnetzen wurden zentrale Forderungen der Union umgesetzt.

[…]

Insgesamt ist durch die massiven Nachbesserungen durch die Union ein ausgewogenes Gesetz entstanden, das energisches Vorgehen gegen die Kinderpornographie mit einem ausgeprägten Grundrechtsschutz verbindet.Ein großer Erfolg für Bundesministerin von der Leyen!

Man kann ja gar nicht so viel essen, wie man kotzen möchte…


16
Jun 09

Kinderporno-Seiten: Kritiker der Netzsperre wenden sich von Politik ab | Digital | Nachrichten auf ZEIT ONLINE

Kinderporno-Seiten: Kritiker der Netzsperre wenden sich von Politik ab | Digital | Nachrichten auf ZEIT ONLINE:

Eine Partei hat sich gerade unwählbar gemacht. Die duckmäuserische Kompromissbereitschaft, vor allem vor der BILD und ihrer Klientel wird in ihrer Verachtenswürdigkeit nur noch getoppt von Sozen, die die lächerlichen, eingeräumten Kompromisse jetzt für sich beanspruchen.


16
Jun 09

“Erfahrende Webanwender (es werden täglich mehr) lassen sich nicht mehr von bunten Glasperlen…”

“Erfahrende Webanwender (es werden täglich mehr) lassen sich nicht mehr von bunten Glasperlen beeindrucken. Das ist was für Netz-Neulinge und Gelegenheits-Surfer. Und die wiederum werden immer weniger.”

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praegnanz.de: Killt die Killer-Websites!

Gerrit van Aaken über zugekleisterte “Multi-Media-Websites”


13
Jun 09

Leserbrief an die AZ

Sehr geehrte Damen und Herren,
nachdem der Relaunch der AZ-Website sich nun etabliert hat, erlaube ich mir, Ihnen auf diesem Weg mein Feedback zu kommen zu lassen.

Obwohl ich Abonnent der Printausgabe der Allgemeinen Zeitung  Mainz bin, ergibt sich mir ein beträchtlicher Mehrwert. Das liegt vor allem an den RSS-Feeds, über die ich komfortabel über Neuigkeiten informiert werde.
Sind gekürzte RSS-Feeds generell ein leidiges Thema, so verstehe ich doch den Wunsch, eines wirtschaftlich agierenden Verlages, die Leser auf die eigene Seite zu holen um die Visits und Page Impressions zu erhöhen. Dieser Spagat gelingt sehr gut, da der im Feed mitgesendete Teaser lang genug ist, um sich ein Bild davon zu machen, ob der Artikel wirklich interessiert (im Gegensatz zu den Feeds anderer Angebote, die lediglich die Überschrift des Artikels aussenden).

Die Tatsache, dass sie RSS-Feeds für ein sehr differenziertes Kategoriensystem anbieten, halte ich für wirklich für sensationell.
Den Mut, relativ viel selbst produzierten Content frei anzubieten finde ich sehr begrüßenswert. Ein Blick auf die “Meist gelesen Artikel” belegt, dass ich damit nicht alleine bin. Das dies auch ein verlegerisches Risiko bedeutet, ist mir bewusst.

Bedenken Sie dabei aber auch Zweierlei:
1) News-Aggregatoren wie z.B. Google News werden von Verlegerseite immer wieder als der Untergang des Abendlandes gescholten. Ich sehe das, wie die meisten internet-affinen Menschen nicht so. Durch den Mut, lokalen und regionalen Content frei online zu stellen, hat die AZ für diese Art von Content nahezu eine Monopolstellung im Internet (was zugegebenermaßen auch an der Untätigkeit der Konkurrenz liegt); lediglich die beiden Frankfurter Flagschiffe halten noch mit.
2) Die Zeitung einer Universitätsstadt muss sich so etwas leisten: Viele ehemalige Mainzer Studenten sind weiterhin am Geschehen in Ihrer Universitätsstadt interessiert. Diese Personen sind für das Printmedium in den meisten Fällen gestorben; online können sie zurückgeholt werden. Sie erschließen sich eine völlig neue Nutzergruppe.
Dass auch redaktionelle Kommentare aus der Printausgabe auf der AZ-Website publiziert werden, halte ich für außergewöhnlich und begrüßenswert, heißt es doch gemeinhin, dass die Zukunft der Tageszeitung (sofern sie eine hat) in den meinungsstarken Beiträgen liegen muss.
Auf der anderen Seite experimentieren viele Online-Medien mehr schlecht als recht mit Weblogs. Auch die AZ hat dies bei main-rheiner.de getan und wir wollen darüber an dieser Stelle den gnädigen Mantel des Schweigens legen.
Warum syndizieren sie die ohnehin publizierten Kommentare, Glossen, etc. nicht (zusätzlich) in einem kommentaroffenen “Redakteursblog”?

Ein letzter Punkt betrifft die Auswahl der online gestellten Artikel. Ich habe in den letzten Wochen häufiger erlebt, dass genau die Artikel, von denen ich gerne anderen Menschen über Facebook, Twitter & Co. berichtet hätte, nicht zur Verfügung standen. Ich kenne Ihre internen Auswahlkriterien nicht, würde mir hier aber etwas mehr Strategie wünschen. Ein Artikel über sichergestelltes Rauschgift in einer Binger Disco ist dies nicht, ein Artikel mit der Quintessenz “Da müsste man mal hin” oder “Das müsste man mal machen” (wie z.B. der Beitrag über die Terroir-Route im Mantel vom letzten Donnerstag) ist es schon.

In diesem Sinne: Herzlichen Dank für den gelungenen Relaunch, der sich sicherlich immer weiter verbessern ließe.