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	<title>synapsenschnappsen &#187; text</title>
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	<description>Ein Zettelkasten</description>
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		<title>Facebook Privacy Snafu &#8211; Zwei Accounts, zwei Optionen</title>
		<link>http://blog.synapsenschnappsen.de/facebook-privacy-snafu-zwei-accounts-zwei-optionen</link>
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		<pubDate>Wed, 19 May 2010 08:53:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ Das ist die Privatsph&#228;ren-Hauptseite von Facebook f&#252;r zwei unterschiedliche Accounts, wobei der Untere neu erstellt wurde. Kann mir das irgendjemand erkl&#228;ren?




]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- wp-jquery-lightbox, a WordPress plugin by ulfben --> <p>Das ist die Privatsph&#228;ren-Hauptseite von Facebook f&#252;r zwei unterschiedliche Accounts, wobei der Untere neu erstellt wurde. Kann mir das irgendjemand erkl&#228;ren?</p>
<p><a href="http://blog.synapsenschnappsen.de/wp-content/uploads/2010/05/fbpriv01.jpg" rel="lightbox[1041]"><br />
</a></p>
<p><a href="http://blog.synapsenschnappsen.de/wp-content/uploads/2010/05/fbpriv01.jpg" rel="lightbox[1041]"></a><a href="http://blog.synapsenschnappsen.de/wp-content/uploads/2010/05/fbpriv01.jpg" rel="lightbox[1041]"><img class="aligncenter size-full wp-image-1042" title="fbpriv01" src="http://blog.synapsenschnappsen.de/wp-content/uploads/2010/05/fbpriv01.jpg" alt="" width="562" height="275" /></a></p>
<p><a href="http://blog.synapsenschnappsen.de/wp-content/uploads/2010/05/fbpriv02.jpg" rel="lightbox[1041]"><img class="aligncenter size-full wp-image-1045" title="fbpriv02" src="http://blog.synapsenschnappsen.de/wp-content/uploads/2010/05/fbpriv02.jpg" alt="" width="566" height="273" /></a></p>
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		<title>Walled Garden Vs. Freie Technologie: Facebook Vs. RSS</title>
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		<comments>http://blog.synapsenschnappsen.de/walled-garden-vs-freie-technologie-facebook-vs-rss#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 27 Apr 2010 22:50:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>delicious</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ Was mich am meisten &#228;rgert ist gar nicht das Dauerthema Privacy. Viel schlimmer: Facebook ist meiner Beobachtung nach gerade dabei, RSS zu beerdigen. Selbst Websites, die es bis heute nicht f&#252;r n&#246;tig empfinden einen Feed anzubieten, syndizieren Aktualisierungen ihrer Websites zunehmend via Facebook.
Aus Sicht der Anwender nur nachvollziehbar, ist es doch der RSS-Technologie nie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- wp-jquery-lightbox, a WordPress plugin by ulfben --> <p>Was mich am meisten &#228;rgert ist gar nicht das Dauerthema Privacy. Viel schlimmer: Facebook ist meiner Beobachtung nach gerade dabei, RSS zu beerdigen. Selbst Websites, die es bis heute nicht f&#252;r n&#246;tig empfinden einen Feed anzubieten, syndizieren Aktualisierungen ihrer Websites zunehmend via Facebook.</p>
<p>Aus Sicht der Anwender nur nachvollziehbar, ist es doch der RSS-Technologie nie so wirklich gelungen, die breiten Massen zu erreichen. Und so wird eben Facebook zum News-Syndikator, der mit einem einzigen Klick auf &#8220;Like&#8221; die oberfl&#228;chlichen Vorz&#252;ge von RSS in den privaten FB-Stream einbaut. Die Problematik des &#8220;<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Walled_garden_%28technology%29" target="_blank">Walled Garden</a>&#8221; ist Otto Normaluser dabei reichlich wurst und so erntet Facebook nun die Fr&#252;chte einer knapp 10 Jahre alten Technologie, die scheinbar kein Anbieter (nicht mal Google) in der Lage war, auf eine <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,571489,00.html" target="_blank">Dieter-Kevin-Birgit</a>-Usability runterzubrechen.</p>
<p>Erinnert mich an <a href="http://www.spreeblick.com/2010/04/27/wieviel/" target="_blank">AOL und Compuserve</a>&#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Blogs in Deutschen Printmedien &#8211; Zeitverlauf und arch&#228;ologische Notizen</title>
		<link>http://blog.synapsenschnappsen.de/blogs-in-deutschen-printmedien-zeitverlauf-und-archaeologische-notizen</link>
		<comments>http://blog.synapsenschnappsen.de/blogs-in-deutschen-printmedien-zeitverlauf-und-archaeologische-notizen#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 18 Feb 2010 22:59:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Inhaltsanalyse]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
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		<category><![CDATA[wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[ Ein erstes, eher profanes, wissenschaftlich anspruchsloses, dennoch interessantes Ergebnis. Die Nennung von Blogs (genauer: siehe unten) in Deutschen Meinungsf&#252;hrer-Printmedien.



Es wurde recherchiert in: taz, S&#252;ddeutsche Zeitung, Welt &#38; Welt am Sonntag, Der Spiegel, Focus, ZEIT &#8211; alle &#252;ber Lexis-Nexis sowie FAZ und FAS &#252;ber das FAZ-Archiv.
Gesucht wurde nach:
blog ODER blogs ODER weblog ODER weblogs ODER [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- wp-jquery-lightbox, a WordPress plugin by ulfben --> <p>Ein erstes, eher profanes, wissenschaftlich anspruchsloses, dennoch interessantes Ergebnis. Die Nennung von Blogs (genauer: siehe unten) in Deutschen Meinungsf&#252;hrer-Printmedien.</p>
<p><a href="http://blog.synapsenschnappsen.de/wp-content/uploads/2010/02/blognennungen1.jpg" rel="lightbox[739]"><img class="aligncenter size-full wp-image-769" title="blognennungen" src="http://blog.synapsenschnappsen.de/wp-content/uploads/2010/02/blognennungen1.jpg" alt="" width="500" height="447" /></a></p>
<p style="text-align: center;">
<p style="text-align: center;">
<p>Es wurde recherchiert in: taz, S&#252;ddeutsche Zeitung, Welt &amp; Welt am Sonntag, Der Spiegel, Focus, ZEIT &#8211; alle &#252;ber Lexis-Nexis sowie FAZ und FAS &#252;ber das FAZ-Archiv.</p>
<p>Gesucht wurde nach:</p>
<blockquote><p>blog ODER blogs ODER weblog ODER weblogs ODER blogosph&#228;re ODER blogger ODER Internet-Tagebuch</p></blockquote>
<p>Da scheint mir doch f&#252;r die weitere Analyse der Inhalte eine Stichprobe sinnvoll&#8230;</p>
<p>Die Werte sind sicher auch nicht sonderlich spektakul&#228;r; &#252;berrascht hat mich jedoch der starke Anstieg von 2008 auf 2009, nachdem ich davon ausgegangen bin, dass sich bis dahin alle Journalisten am medialen Ph&#228;nomen abgearbeitet hatten. Hypothese: Blogs werden in j&#252;ngster Zeit nicht mehr als mediales Ph&#228;nomen thematisiert, sondern ganz selbstverst&#228;ndlich als Quelle genannt. Wir werden sehen&#8230;</p>
<p>Ein Wort noch zu den verschwindend geringen Werten bis 2002: Bis ins Jahre 2000 basieren s&#228;mtliche Treffer auf dem Suchbegriff &#8220;Internet-Tagebuch&#8221;, was kein Wunder ist, da der Begriff &#8220;Weblog&#8221; <a href="http://www.netzthemen.de/sonnabend-weblogs/2-2-1-die-entstehung-eines-neuen-medien-genres" target="_blank">erstmals im Jahre 1997 benutzt wurde</a>. In den meisten dieser fr&#252;hen Artikel geht es um Rainald Goetz&#8217; &#8220;Abfall f&#252;r alle&#8221;.</p>
<p><a href="http://www.linksverkehr.net/links10.html" target="_blank">Der erste Artikel</a> aus oben genannter Datenbasis, in dem der Begriff &#8220;Weblog&#8221; benutzt wird, wurde von Harald Staun verfasst und erschien in der S&#252;ddeutschen Zeitung vom 30. November 2000. Es geht darin keineswegs um Nine-Eleven oder andere Ereignisse, die gemeinhin als Initialz&#252;ndung f&#252;r Blogs gesehen werden, sondern um die Konstruktion von Medienimages. Interessanterweise beinhaltet Stauns Text bereits den leicht ironisch-herablassenden Skeptizismus, der in den folgenden Jahren f&#252;r so manchen Zwist zwischen Blogosph&#228;re und traditionellem Journalismus sorgen wird:</p>
<blockquote><p>Ob die Wirklichkeit ueberhaupt noch jemanden interessiert ist dabei mindestens so ungewiss wie die Frage, wo sie denn zu finden sei. Andersens Kritik* der Medienkritik ist naemlich natuerlich eher noch einen Schritt weiter entfernt von den &#8220;echten&#8221; Problemen der Gesellschaft als diese selbst. Es ist ja fast schon eine banale Erkenntnis, dass sich Texte immer nur auf andere Texte beziehen, dass Medien nur ueber sich selbst berichten. Schon lange vor Big-Brother klagte Michel de Montaigne: &#8220;Es gibt mehr Buecher ueber Buecher als ueber irgend einen anderen Gegenstand. Wir tun nichts anderes, als uns gegenseitig mit Anmerkungen zu versehen. &#8221; Natuerlich offenbart sich das Wesen des Kommentars, das jeder Text beinhaltet, am besten im Internet. In der Form der so genannten Weblogs, einer Art digitaler Tagebuecher, die Artikel und andere Weisheiten kommentieren und verlinken, ist diese Praxis am deutlichsten zu erkennen.</p></blockquote>
<p>*Staun bezieht sich auf einen leider nicht mehr auffindbaren Beitrag des Medienwissenschaftlers Robin Andersen f&#252;r mediachannel.org. Heute ist <a href="http://mediachannel.org/" target="_blank">Media Channel 2.0</a> ein Konglomerat aus kollaborativem Blog und Social Network.</p>
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		</item>
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		<title>Syndication / Aggregation f&#252;r Anf&#228;nger</title>
		<link>http://blog.synapsenschnappsen.de/syndication-aggregation-fuer-anfaenger</link>
		<comments>http://blog.synapsenschnappsen.de/syndication-aggregation-fuer-anfaenger#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 18 Feb 2010 20:55:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ In j&#252;ngster Zeit werde ich per Facebook h&#228;ufiger gefragt, woher ich all die dort geposteten Inhalte ziehe, ob ich 24/7 dort online bin, warum ich den Stream zuspamme oder sonst nichts Besseres zu tun h&#228;tte.
Durchaus auch zu meiner eigenen Verteidigung will ich kurz das Informationssystem schildern und ich gebe zu: das ist schon starker [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- wp-jquery-lightbox, a WordPress plugin by ulfben --> <p>In j&#252;ngster Zeit werde ich per Facebook h&#228;ufiger gefragt, woher ich all die dort geposteten Inhalte ziehe, ob ich 24/7 dort online bin, <span style="text-decoration: line-through;">warum ich den Stream zuspamme oder sonst nichts Besseres zu tun h&#228;tte</span>.</p>
<p>Durchaus auch zu meiner eigenen Verteidigung will ich kurz das Informationssystem schildern und ich gebe zu: das ist schon starker Nerd-Stuff, aber noch gar nix dazu, was die <a href="http://blog.louisgray.com/2010/02/new-2010-social-media-data-flow-with.html" target="_blank"><em>echten</em> Social Media Freaks betreiben</a>&#8230;</p>
<p><span id="more-751"></span></p>
<p>Aufgrund meines Berufs, aufgrund meines Studiums, vor allem aber ehrlich gesagt aufgrund pers&#246;nlichen Interesses verfolge ich ziemlich viele Websites. Ich kann dies relativ einfach, in dem ich die RSS Feeds diverser Seiten mit dem <a href="https://www.google.com/reader/" target="_blank">Google Reader</a> abonniere (aktuell sind das 128 Feeds). Die Feeds habe ich in Ordner nach Wichtigkeit kategorisiert von &#8220;must read&#8221; bis &#8220;manchmal interessant&#8221;.</p>
<p>Um ein grassierendes Vorurteil zu entkr&#228;ften: NEIN, ich lese das nicht alles! Der Google Reader erlaubt mir ein komfortables &#8220;Scannen&#8221; der Headlines &#8211; h&#246;rt sich die &#220;berschrift interessant an, lese ich per Klick auf die &#220;berschrift den Teaser oder den ersten Absatz. (Und recht h&#228;ufig wird auch der &#8220;mark all as read&#8221;-Button gedr&#252;ckt.)</p>
<p>Halte ich einen Artikel f&#252;r lesenswert, archivierenswert oder empfehlenswert &#246;ffne ich die Originalwebsite. Jetzt sind drei Szenarien denkbar:</p>
<ol>
<li> Ich halte den Artikel empfehlenswert f&#252;r eine &#8220;gr&#246;&#223;ere&#8221; Leserschaft: Artikel wird &#252;ber Twitter verlinkt</li>
<li> Ich halte den Artikel empfehlenswert f&#252;r viele oder einzelne Personen aus meinem Freundeskreis: Der Artikel wird direkt bei Facebook verlinkt</li>
<li>Ich halte den Artikel in erster Linie f&#252;r mich selbst archivierenswert: Der Artikel wird in mein Archiv bei dem Social Bookmarking Service <a href="http://www.diigo.com/user/herbelizer" target="_blank">diigo</a> verlinkt.</li>
</ol>
<p>(Es gibt noch die Optionen 4,5 und 6, die etwas mit <a href="http://synapsenschnappsen.tumblr.com/" target="_blank">tumblr</a>, <a href="http://www.google.com/reader/shared/FabianHerbel" target="_blank">Google Readers Shared Items</a> und <a href="http://friendfeed.com/herbelizer" target="_blank">Friendfeed</a> zu tun haben; der Einfachheit halber lass ich diese Optionen hier au&#223;en vor&#8230;)</p>
<p>Behilflich ist mir hierbei ein kleines Browser-Plugin namens <a href="http://www.shareaholic.com/" target="_blank">Shareaholic</a>,  das sich im Browser einnistet und direkte &#8220;Share&#8221;- Optionen von der  Website heraus anbietet, auf der ich mich gerade befinde.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://blog.synapsenschnappsen.de/wp-content/uploads/2010/02/01_SA_shareoholic.jpg" rel="lightbox[751]"><img class="size-full wp-image-753 aligncenter" title="01_SA_shareoholic" src="http://blog.synapsenschnappsen.de/wp-content/uploads/2010/02/01_SA_shareoholic.jpg" alt="" width="354" height="430" /></a></p>
<p style="text-align: left;">Ein Klick auf den gew&#228;hlten Dienst erlaubt mir das direkte Posten &#8211; inklusive Kommentar, ohne das ich die entsprechende Seite aufgerufen habe.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://blog.synapsenschnappsen.de/wp-content/uploads/2010/02/02_SA_shareoholic.jpg" rel="lightbox[751]"><img class="size-full wp-image-759 aligncenter" title="02_SA_shareaholic" src="http://blog.synapsenschnappsen.de/wp-content/uploads/2010/02/02_SA_shareoholic.jpg" alt="" width="752" height="655" /></a></p>
<p style="text-align: left;">Shareholic bietet das f&#252;r unz&#228;hlige Services; von etwa der H&#228;lfte habe ich im Leben noch nie geh&#246;rt&#8230;:</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.shareaholic.com/services" target="_blank"><img class="aligncenter size-full wp-image-760" title="03_SA_shareaholic" src="http://blog.synapsenschnappsen.de/wp-content/uploads/2010/02/03_SA_shareoholic.jpg" alt="" width="906" height="806" /></a></p>
<p style="text-align: left;">Etwas anders verfahre ich bei Artikeln, die ich in meinem Social Bookmarking Archiv bei diigo archiviere. Hierzu benutze ich ein eigens daf&#252;r zust&#228;ndiges Add-On, das im Grunde aber &#228;hnlich verf&#228;hrt:</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://blog.synapsenschnappsen.de/wp-content/uploads/2010/02/04_SA_diigo.jpg" rel="lightbox[751]"><img class="aligncenter size-full wp-image-763" title="04_SA_diigo" src="http://blog.synapsenschnappsen.de/wp-content/uploads/2010/02/04_SA_diigo.jpg" alt="" width="926" height="665" /></a></p>
<p style="text-align: left;">Hier kann ich n&#228;mlich sofort Schlagworte vergeben, einen Kommentar einf&#252;gen, einen &#8220;Unread&#8221;-Haken setzen (was sehr, sehr h&#228;ufig vorkommt!) und eine lokale Kopie der Site bei diigo speichern. Letzteres ist f&#252;r mich der Hauptgrund, den eher unbekannten Dienst diigo, statt des sehr viel popul&#228;reren Social Bookmarking <a href="http://delicious.com/" target="_blank">delicious.com</a> zu nutzen. Viele delicious-Fans scheuen bisher den Wechsel von delicious, das seit der &#220;bernahme durch Yahoo! kaum neue, innovative Features entwickelt hat. <a href="http://blog.kooptech.de/2010/02/delicious-mit-neuen-features/#comment-3111" target="_blank">Hauptangst ist der Verlust der gro&#223;artigen Network-Funktion</a> von delicious; die gibt es zwar in diigo auch, m&#252;sste aber nat&#252;rlich neu aufgebaut werden. Diigo macht den schleichenden Wechsel aber einfach: Es gibt die M&#246;glichkeit, s&#228;mtliche bei diigo gespeicherten Bookmarks sofort auch an delicious zu senden. Genau dies passiert nun im n&#228;chsten Schritt: S&#228;mtliche gespeicherten Bookmarks werden automatisch auch in meinem delicious-Account archiviert. Wer also delicous nicht verlassen will, kann sich den diigo-Schritt getrost sparen.</p>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">Der Grund f&#252;rs Duplizieren der Bookmarks liegt wiederum an der Popularit&#228;t von delicious. Im n&#228;chsten Schritt sollen n&#228;mlich einmal am Tag s&#228;mtliche neue Lesezeichen in einem einzelnen Beitrag in mein Blog gepostet werden. Dies halte ich f&#252;r angenehmer als einen Beitrag pro Bookmark, vor allem da ja die Bookmarks im &#252;bern&#228;chsten Schritt bei Facebook landen sollen.</p>
<p style="text-align: left;">Sowohl diigo als auch delicious bitte eine eigene Option an, zu einer zu konfigurierenden Uhrzeit die letzten Beitr&#228;ge direkt als Beitrag in ein Blog zu publizieren. Beide API-Anwendungen haben jedoch den Nachteil, das sie kaum konfigurierbar sind. Ich habe mich deshalb f&#252;r ein Wordpress-Plug namens <a href="http://wordpress.org/extend/plugins/postalicious/" target="_blank">Postalicious</a> entschieden aus vor allem zwei Gr&#252;nden:</p>
<ul>
<li>&#220;berschriftstext und einleitender Text ist beliebig konfigurierbar</li>
<li>Tags, die ich in diigo (bzw. delicious) vergebe, werden automatisch als Tags in Wordpress geschrieben.</li>
</ul>
<p style="text-align: left;">Der Rest ist jetzt verh&#228;ltnism&#228;ssig simpel: Nachdem Postalicious einmal am Tag einen neuen Beitrag in diesem Blog erstellt (sofern neue Bookmarks vorhanden sind) syndiziere ich nun lediglich den RSS Feed dieses Blogs in Facebook.</p>
<p style="text-align: left;">(N&#228;chstes Mal: Warum der letzte Satz gelogen war und was <a href="http://friendfeed.com/herbelizer" target="_blank">FriendFeed</a> damit zu tun hat.)</p>
<p style="text-align: left;">Nach einer &#8211; zugegeben &#8211; etwas m&#252;hseligen Grundeinrichtung hat man damit ein Syndication/Aggregation-System, das automatisch ins Social Bookmarking Archiv, ins Blog und bei Facebook postet. Alles was ich danach noch tue, ist, hin und wieder einen Artikel zu bookmarken&#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Was ist ein Blog?</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Nov 2009 15:33:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>delicious</dc:creator>
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		<category><![CDATA[blogosphere]]></category>
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		<description><![CDATA[ annalist f&#228;llt bei den sehenswerten dctp-Interviews von Philip Banse mit vier popul&#228;ren, deutschen Bloggern auf, wie m&#228;nnerlastig die A-List (tschuldigung) der deutschen Blogs ist. Ihre klugen &#220;berlegungen, warum Frauen in meinungsf&#252;hrenden Blogs so sehr unterrepr&#228;sentiert sind, lass ich mal au&#223;en vor; mich interessieren zwei andere Aspekte:
Wie also bemisst sich, was ein bekanntes Blog, wer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- wp-jquery-lightbox, a WordPress plugin by ulfben --> <p><a href="http://annalist.noblogs.org/post/2009/11/29/wichtige-blogs">annalist</a> f&#228;llt bei den <a href="http://philipbanse.de/wp/blogger-interviews-fur-dctp-tv-1/">sehenswerten dctp-Interviews von Philip Banse</a> mit vier popul&#228;ren, deutschen Bloggern auf, wie m&#228;nnerlastig die A-List (tschuldigung) der deutschen Blogs ist. Ihre klugen &#220;berlegungen, warum Frauen in meinungsf&#252;hrenden Blogs so sehr unterrepr&#228;sentiert sind, lass ich mal au&#223;en vor; mich interessieren zwei andere Aspekte:</p>
<blockquote><p>Wie also bemisst sich, was ein bekanntes Blog, wer ein bedeutender Blogger ist? Das ist nicht eindeutig wissenschaftlich zu belegen. Es gibt verschiedenste Web-Projekte, die mit mehr oder weniger nachvollziehbaren Methoden versuchen, Blog-Rankings zu erstellen. Im deutschsprachigen Raum sind das bspw. die <a href="http://www.deutscheblogcharts.de/archiv/2009-43.html">deutschen Blogcharts</a>, die <a href="http://rivva.de/leitmedien">Rivva-Leitmedien</a> (wobei hier dezidiert auch Nicht-Blogs eine Rolle spielen), und h&#228;ufig wechselnde Bewertungsautomatismen wie lange Zeit <a href="http://technorati.com/blogs/directory/">Technorati</a>, inzwischen <a href="http://www.blogoscoop.net/">Blogoscoop</a>, <a href="http://www.wikio.de/blogs/top">Wikio</a>, <a href="http://lesercharts.de/">Lesercharts</a>, etc. etc.</p></blockquote>
<p>Mangels methodisch besseren Alternativen wird sich seit Jahren auf die Systematik dieser Anbieter veranlassen, die (meines Wissens allesamt) den Verlinkungsgrad von Blogs als alleiniges Relevanzmerkmal messen. Auch professionelle Monitoring-Dienste verlassen sich darauf.</p>
<p><strong>Erstes Problem: Was ist mit dem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Long_tail">Long Tail</a>?</strong></p>
<p>S&#228;mtliche Jubelarien &#252;ber die Medienmacht von Blogs beinhalten das Argument, dass aufgrund der aufgel&#246;sten Vertriebskosten nun auch extremste Nischenthemen publiziert werden und ihre kleine Gruppe an interessierten Lesern erreichen k&#246;nnen. Dieser Gruppe von Fachblogs wird durch obiges Messverfahren erst dann Bedeutung beigemessen, wenn ein Scoop gelandet wird und andere, &#8220;General Interest&#8221;-Blogs aufspringen.</p>
<p>Wie definiert sich also (und f&#252;r wen?) Relevanz?  Ist der <a href="http://gesundheit.blogger.de/stories/1511299/">Scoop eines Fachblogs</a> relevant? Oder erst die <a href="http://rivva.de/http://gesundheit.blogger.de/stories/1511299/">einsetzenden Verlinkungen</a>?</p>
<p><strong>Zweites Problem: Twitter kills the weblog star.</strong></p>
<p>In ihrer Fr&#252;hphase wurden Blogs haupts&#228;chlich als (Web-)Logbuch genutzt um interessante Fundst&#252;cke im Netz zu archivieren und weiterzugeben. Die Quellen wurden kommentiert und verlinkt (so in etwas wie in diesem Blog); durch die Trackback-Funktion entstanden Vernetzungen. F&#252;r diese puristische Herangehensweise von &#8220;Ins Internet schreiben&#8221; gibt es heute andere, einfachere, bessere Wege, seien es Social Bookmarking-Dienste wie <a href="http://delicious.com">delicious.com</a>, Social Networks wie <a href="http://www.facebook.com">Facebook</a>, vor allem aber: <a href="http://www.twitter.com">Twitter</a>.</p>
<p>Jens Schr&#246;der, der Ersteller der Deutschen Blog-Charts, attestiert:</p>
<blockquote><p>Angesichts der Entwicklung der Verlinkungen in meinen <a onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/www.deutscheblogcharts.de');" href="http://www.deutscheblogcharts.de/">deutschen blogcharts</a> stellt sich mir aber schon seit langer Zeit die Frage, warum fast alle Blogs in den vergangenen Monaten so massiv Verlinkungen verloren haben &#8211; und warum mittlerweile 135 Links f&#252;r Platz 100 ausreichen &#8211; und nicht mehr das Doppelte wie noch im Sommer 2007.</p></blockquote>
<p>Nach einer Analyse der Daten kommt er zu dem Schluss:</p>
<blockquote><p>Die Behauptung, Twitter w&#252;rde Blogs als Medium f&#252;r Linktipps abl&#246;sen, ist zwar etwas zu hart formuliert, doch die Zahl der Verlinkungen ist schon in einer erstaunlichen H&#246;he angekommen. Ob alle Links bei Twitter fr&#252;her in Blogs gelandet w&#228;ren, l&#228;sst sich nat&#252;rlich nicht &#252;berpr&#252;fen, einer der Hauptgr&#252;nde f&#252;r den Niedergang der Verlinkungen in den deutschen blogcharts d&#252;rfte Twitter nach diesen Zahlen aber eindeutig sein.</p></blockquote>
<p>Das alles hat auch sehr viel mit Google zu tun: Google misst die Relevanz von Websites generell (auch!) am Verlinkungsgrad. Werden in einem Blog also weniger Hyperlinks gesetzt, bzw. &#8211; noch wichtiger &#8211; werden auf ein Blog weniger Hyperlinks gesetzt, sinkt die Google-Authorit&#228;t von Websites.</p>
<p>Daraus ein &#8220;Blogsterben&#8221; abzuleiten, w&#228;re nat&#252;rlich gro&#223;er Humbug. Einzig die &#8220;W&#228;hrung&#8221; der Blogosph&#228;re muss zunehmend in Frage gestellt werden.</p>
<p>Das <a href="http://www.seomoz.org/blog/could-twitter-cannibalize-the-webs-link-graph">SEOmoz-Blog</a> vermutet neben der zunehmenden Verwendung von Twitter f&#252;r das &#8220;Raushauen&#8221; einzelner Hyperlinks noch einen weiteren Grund:</p>
<blockquote><p>Blogging has become less about sharing with your network and more about building up your own importance/business, so linking and covering the works of your peers, unless it gets you something, has limited viability. Bloggers are more professional, more self-focused and find less value in linking to/covering what others produce.</p></blockquote>
<p>Das f&#252;hrt mich zur&#252;ck zu meiner Ausgangsfrage und zu annalists Beitrag:</p>
<blockquote><p>Komplizierter wird das ganze durch die ungekl&#228;rte Frage: Was ist ein Blog? Letzten Endes, praktisch betrachtet, eine Website mit einem Content Management System (&#8220;Software zum Verwalten von Inhalten&#8221;), das erlaubt, ohne besonderes technisches Wissen chronologisch sortiert neue Inhalte zu ver&#246;ffentlichen. Dann gibt es aber ein sehr spezielles Blogger-Ethos (vermutlich eher mehrere), das beinhaltet, dass ein Blog vor allem selbsterstellte Inhalte enthalten soll, viel zu anderen verlinkt, einigerma&#223;en h&#228;ufig aktualisiert wird, nicht kommerziell betrieben wird (wahlweise: auf jeden Fall Kommerzialit&#228;t anstreben sollte), sich deutlich von &#8216;anderen Medien&#8217; (= klassische Medien, die sich mit dem &#8216;v&#246;llig anderen&#8217; Journalismus-Ethos identifizieren) abgrenzt. Hierzu gibt es mittlerweile B&#252;cher.</p></blockquote>
<p>Das die meisten dieser Attribute inzwischen geschenkt sind, macht die Autorin zwischen den Zeilen wohl selbst klar; deshalb nur kurz:</p>
<ul>
<li>Auch Spiegel Online benuzt meines Wissens ein CMS</li>
<li>Zur chronologischen Sortierung komme ich gleich noch</li>
<li>Selbsterstelle Inhalte sollte ein <span style="text-decoration: line-through;">professionelles</span> <span style="text-decoration: line-through;">traditionelles</span> (gebt mir ein Synonym!) Onlinemedium in der Regel auch haben</li>
<li>Verlinkung: Siehe oben!</li>
<li>Einigerma&#223;en h&#228;ufige Aktualisierung: vgl. Spiegel Online&#8230;</li>
<li>Unkommerzieller Betrieb: Die Zeiten sind vorbei.</li>
</ul>
<p>Lange Rede kurzer Sinn: Die Trennsch&#228;rfe zwischen dem, was man mal Blog nannte und den Ablegern traditioneller Printmedien im Internet wird immer geringer.</p>
<p>Dies mag gar nicht mal die f&#252;r die Produktion, also das &#8220;Handwerk&#8221; des Journalismus gelten. Ich m&#246;chte trotz aller h&#246;chst berechtigten Kritik am Recherche- und Publikationsverhalten der traditionellen (Online-)Medien schon noch unterscheiden zwischen professionellem, erlernten Journalismus. Wir erleben aber eine Anpassung, die zu einer v&#246;lligen Verwischung der Kriterien f&#252;hrt:</p>
<p>Erstens: Professionelle Medien nutzen Blogs als Publikationsmittel (Was sich vor allem im Long Tail anbietet, z.B. <a href="http://t3n.de/news/">t3n News</a>)</p>
<p>Zweitens: Professionelle Medien nutzen Blogs als individuelle &#8220;Spielwiese&#8221; ihrer Autoren. Das ist nichts Neues; die meisten Versuche f&#252;hrten in der Vergangenheit mit Recht zu Hohn und Spott. Wir erleben hier aber meines Erachtens einen Paradigmenwechsel &#8211; als Beispiel seinen die teils hervorragenden <a href="http://blogs.sueddeutsche.de/">Blogs der S&#252;ddeutschen Zeitung</a> und der <a href="http://faz-community.faz.net/">FAZ</a> genannt.</p>
<p>Drittens: Blogger professionalisieren sich. Damit meine ich gar nicht das leidige Kommerzthema (das hier aber die ganze Zeit im Hintergrund mitschwingt)</p>
<p style="padding-left: 30px;">1) Von &#8220;Oben&#8221; nach &#8220;Unten&#8221; (was nicht wertend gemeint ist): Zusammenschluss von Autorennetzwerken, deren Schreiber durchaus aus dem traditionellen Handwerk kommen (z.B. <a href="http://carta.info/">Carta</a>). (Ein Kriterium f&#252;r die Aufnahme in die Google News &#8211; Medienbasis ist, dass mehrere Autoren im Angebot publizieren.)</p>
<p style="padding-left: 30px;">2) Von &#8220;Unten&#8221; nach &#8220;Oben&#8221;: Hier kommt ein Punkt, der meines Erachtens v&#246;llig vernachl&#228;ssigt wird: Der rapide, angestiegene Einsatz von &#8220;<a href="http://wphacks.com/best-magazine-style-wordpress-themes/">Magazine Themes</a>&#8220;. Das sind Layoutvorlagen f&#252;r das Weblog-CMS, die mit der traditionellen Weblog-Optik brechen und die publizierten Beitr&#228;gen nicht mehr in einer r&#252;ckw&#228;rtschronologischen Ansicht anzeigen, sondern eben in einer &#8220;magazinigen&#8221; Ansicht, die sehr viel mehr Flexibilit&#228;t erlaubt, dadurch aber versteckt, dass es sich um ein Blog handelt.*</p>
<p>Am Ende muss deshalb die Frage stehenbleiben: <strong>Was ist ein Blog?</strong></p>
<p>*Eine Fu&#223;note zu diesem Punkt: Um die Relevanz von Blogs zu messen, werden in wissenschaftlichen Umfragen immer Zahlen genannt, wie viele Internet-Nutzer Blogs lesen. Die Zahl liegt dann immer bei etwa 1,3% (frei erfunden) und wurde ermittelt durch die Frage &#8220;Lesen Sie Weblogs?&#8221;</p>
<p>Diese Frage halte ich f&#252;r grundverkehrt. Wieviele Leser landen &#252;ber einen Link oder eine Suche in einem Weblog, ohne zu wissen, dass es sich bei der aufgerufenen Seite um ein Weblog handelt?</p>
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		<title>Lynchjustiz umarmen?</title>
		<link>http://blog.synapsenschnappsen.de/lynchjustiz-umarmen</link>
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		<pubDate>Sat, 19 Sep 2009 08:37:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Blogs]]></category>
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		<description><![CDATA[ Georg M. Oswald schreibt in der WELT &#252;ber den M&#252;nchner S-Bahn Mord:
… es ist en vogue, gegen Demokratie und Rechtsstaat zu wettern. Wer es nicht glaubt, der begebe sich in die Internetforen der gro&#223;en deutschen Tageszeitungen. Dort wimmelt es nur so von Forderungen nach drakonischen Strafen, Arbeitslagern, Hinrichtungen, Lynchjustiz, Volksbewaffnung, Ausweisung ausl&#228;ndischer Straft&#228;ter, immer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- wp-jquery-lightbox, a WordPress plugin by ulfben --> <p>Georg M. Oswald <a href="http://www.welt.de/die-welt/kultur/article4561341/Die-Schlaeger-sind-unter-uns.html" target="_blank">schreibt in der WELT</a> &#252;ber den M&#252;nchner S-Bahn Mord:</p>
<blockquote><p>… es ist en vogue, gegen Demokratie und Rechtsstaat zu wettern. Wer es nicht glaubt, der begebe sich in die Internetforen der gro&#223;en deutschen Tageszeitungen. Dort wimmelt es nur so von Forderungen nach drakonischen Strafen, Arbeitslagern, Hinrichtungen, Lynchjustiz, Volksbewaffnung, Ausweisung ausl&#228;ndischer Straft&#228;ter, immer verbunden mit dem Hinweis, die Politik sei unt&#228;tig, erlasse keine h&#228;rteren Gesetze, die Justiz sei zu lasch, das Jugendstrafrecht d&#252;rfe auf Jugendliche nicht angewendet werden, es d&#252;rfe keine Gutachten geben, kein in dubio pro reo, kein nemo tenetur…</p>
<p>Die Pressefreiheit ist der demokratische Anspruch schlechthin, die Presse, wenn alles gut geht – und das tut es sehr oft – ein W&#228;chter der Demokratie. Es ist deshalb eine Frage wert, warum die angesehensten Zeitungen dieser Republik Foren zur Verf&#252;gung stellen, in denen ihr eigener Anspruch derart missbraucht wird.</p></blockquote>
<p>Es n&#228;hrt meine v&#246;llig unbewiesene Vermutung, dass &#8211; trotz aller vorhandenen Trollerei auch dort &#8211; ein signifikanter Qualit&#228;tsunterschied zwischen der Kommentierung in Foren von <span style="text-decoration: line-through;">Tageszeitungen</span> traditionellen Medien und Blogs besteht.</p>
<p><a href="http://www.dirkvongehlen.de/" target="_blank">Dirk von Gehlen</a>, dem auch das [<a href="http://www.dirkvongehlen.de/index.php/netz/leserreaktionen-die-sie-verdienen/" target="_blank">via</a>] zu obigem Artikel geh&#246;rt, verweist auf einen <a href="http://www.niemanlab.org/2009/09/newspapers-get-the-kind-of-communities-they-deserve/" target="_blank">Erkl&#228;rungsversuch von Mathew Ingram</a>, dem Community-Leiter der kanadischen &#8220;The Globe and Mail&#8221;:</p>
<blockquote><p>If my research has taught me anything — not to mention writing columns and a blog for 15 years — it is that the surest way to improve the tone of the debate in forums or comments is to get involved in them. Writers who do, both at the Globe and elsewhere, uniformly say it has a significant effect on the civility of the comments they receive afterwards. On top of that, there is almost always a pleasant surprise on the part of readers that a writer is actually responding.</p></blockquote>
<p>Es ist sicher richtig, dass der foreninterne, aktive Kommunikationsaufwand deutscher Online-Redaktionen katastrophal ist; Ingrams Fazit halte ich jedoch f&#252;r zu naiv:</p>
<blockquote><p>All we have left is the trust that our readers — that our community — have in us. And how do we gain and keep that trust? By telling them the truth — but also by listening to them and valuing their input, and making them an equal partner in what we are doing. Only then will we get the kind of community that really matters.</p></blockquote>
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		<title>Leserbrief an die AZ</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Jun 2009 07:28:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[text]]></category>
		<category><![CDATA[AZ]]></category>
		<category><![CDATA[Leserbrief]]></category>
		<category><![CDATA[Onlinejournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Website]]></category>

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		<description><![CDATA[ Sehr geehrte Damen und Herren,
nachdem der Relaunch der AZ-Website sich nun etabliert hat, erlaube ich mir, Ihnen auf diesem Weg mein Feedback zu kommen zu lassen.
Obwohl ich Abonnent der Printausgabe der Allgemeinen Zeitung  Mainz bin, ergibt sich mir ein betr&#228;chtlicher Mehrwert. Das liegt vor allem an den RSS-Feeds, &#252;ber die ich komfortabel &#252;ber Neuigkeiten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- wp-jquery-lightbox, a WordPress plugin by ulfben --> <p>Sehr geehrte Damen und Herren,<br />
nachdem der Relaunch der <a href="http://www.allgemeine-zeitung.de/index.htm" target="_blank">AZ-Website</a> sich nun etabliert hat, erlaube ich mir, Ihnen auf diesem Weg mein Feedback zu kommen zu lassen.</p>
<p>Obwohl ich Abonnent der Printausgabe der Allgemeinen Zeitung  Mainz bin, ergibt sich mir ein betr&#228;chtlicher Mehrwert. Das liegt vor allem an den RSS-Feeds, &#252;ber die ich komfortabel &#252;ber Neuigkeiten informiert werde.<br />
Sind gek&#252;rzte RSS-Feeds generell ein leidiges Thema, so verstehe ich doch den Wunsch, eines wirtschaftlich agierenden Verlages, die Leser auf die eigene Seite zu holen um die Visits und Page Impressions zu erh&#246;hen. Dieser Spagat gelingt sehr gut, da der im Feed mitgesendete Teaser lang genug ist, um sich ein Bild davon zu machen, ob der Artikel wirklich interessiert (im Gegensatz zu den Feeds anderer Angebote, die lediglich die &#220;berschrift des Artikels aussenden).</p>
<p>Die Tatsache, dass sie RSS-Feeds f&#252;r ein sehr differenziertes Kategoriensystem anbieten, halte ich f&#252;r wirklich f&#252;r sensationell.<br />
Den Mut, relativ viel selbst produzierten Content frei anzubieten finde ich sehr begr&#252;&#223;enswert. Ein Blick auf die &#8220;Meist gelesen Artikel&#8221; belegt, dass ich damit nicht alleine bin. Das dies auch ein verlegerisches Risiko bedeutet, ist mir bewusst.</p>
<p>Bedenken Sie dabei aber auch Zweierlei:<br />
1) News-Aggregatoren wie z.B. Google News werden von Verlegerseite immer wieder als der Untergang des Abendlandes gescholten. Ich sehe das, wie die meisten internet-affinen Menschen nicht so. Durch den Mut, lokalen und regionalen Content frei online zu stellen, hat die AZ f&#252;r diese Art von Content nahezu eine Monopolstellung im Internet (was zugegebenerma&#223;en auch an der Unt&#228;tigkeit der Konkurrenz liegt); lediglich die beiden Frankfurter Flagschiffe halten noch mit.<br />
2) Die Zeitung einer Universit&#228;tsstadt muss sich so etwas leisten: Viele ehemalige Mainzer Studenten sind weiterhin am Geschehen in Ihrer Universit&#228;tsstadt interessiert. Diese Personen sind f&#252;r das Printmedium in den meisten F&#228;llen gestorben; online k&#246;nnen sie zur&#252;ckgeholt werden. Sie erschlie&#223;en sich eine v&#246;llig neue Nutzergruppe.<br />
Dass auch redaktionelle Kommentare aus der Printausgabe auf der AZ-Website publiziert werden, halte ich f&#252;r au&#223;ergew&#246;hnlich und begr&#252;&#223;enswert, hei&#223;t es doch gemeinhin, dass die Zukunft der Tageszeitung (sofern sie eine hat) in den meinungsstarken Beitr&#228;gen liegen muss.<br />
Auf der anderen Seite experimentieren viele Online-Medien mehr schlecht als recht mit Weblogs. Auch die AZ <a href="http://www.main-rheiner.de/blogs/" target="_blank">hat dies bei main-rheiner.de getan</a> und wir wollen dar&#252;ber an dieser Stelle den gn&#228;digen Mantel des Schweigens legen.<br />
Warum syndizieren sie die ohnehin publizierten Kommentare, Glossen, etc. nicht (zus&#228;tzlich) in einem kommentaroffenen &#8220;Redakteursblog&#8221;?</p>
<p>Ein letzter Punkt betrifft die Auswahl der online gestellten Artikel. Ich habe in den letzten Wochen h&#228;ufiger erlebt, dass genau die Artikel, von denen ich gerne anderen Menschen &#252;ber Facebook, Twitter &amp; Co. berichtet h&#228;tte, nicht zur Verf&#252;gung standen. Ich kenne Ihre internen Auswahlkriterien nicht, w&#252;rde mir hier aber etwas mehr Strategie w&#252;nschen. Ein <a href="http://www.allgemeine-zeitung.de/region/mainz/meldungen/6968677.htm" target="_blank">Artikel &#252;ber sichergestelltes Rauschgift in einer Binger Disco</a> ist dies nicht, ein Artikel mit der Quintessenz &#8220;Da m&#252;sste man mal hin&#8221; oder &#8220;Das m&#252;sste man mal machen&#8221; (wie z.B. der Beitrag &#252;ber die Terroir-Route im Mantel vom letzten Donnerstag) ist es schon.</p>
<p>In diesem Sinne: Herzlichen Dank f&#252;r den gelungenen Relaunch, der sich sicherlich immer weiter verbessern lie&#223;e.</p>
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