synapsenschnappsen

Ein Zettelkasten

“Gehen wir also in einem digitalen Marsch durch die Institutionen dorthin, wo die Überforderung jeden…”

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“Gehen wir also in einem digitalen Marsch durch die Institutionen dorthin, wo die Überforderung jeden Tag stattfindet: in die Büros, in die Redaktionen, in die Parteien, zu unseren Eltern gewissermaßen, die vor ihren Bildschirmen sitzen und nicht weiterwissen und deshalb vielleicht Angst haben. Erklären wir ihnen, weshalb wir seltsame Fotos von uns ins Netz stellen und trotzdem erwarten, dass unsere zukünftigen Arbeitgeber nicht in diesen manchmal öffentlich zugänglichen, aber privaten Daten herumschnüffeln. Es würde ja auch niemand gern bei einer Firma arbeiten, die den Hausmüll eines Bewerbers durchwühlt, selbst wenn die Tonne vor der Tür steht. Erklären wir ihnen, dass die Gleichzeitigkeit oder das Multitasking bei uns in erster Linie die Wirkung von medialer Zerstreuung hat - die Generation vor uns hat eben nebenbei ferngesehen, unendliche viele Stunden am Tag. Erklären wir ihnen, dass der Unterschied zwischen der Veröffentlichung der eigenen Daten und der staatlichen Überwachung der gleiche ist wie der Unterschied zwischen “sich im Klo einschließen” und “im Klo eingeschlossen werden”.”

- Sascha Lobo antwortet Frank Schirrmacher auf SPIEGEL ONLINE

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