“Kinowelt unterstützt das Raubkopieren natürlich nicht, aber auch diese Kleinganoven induzieren das Interesse an einem neuen Kinofilm. Je mehr junge Leute sich einen Film illegal im Internet besorgen, desto erfolgreicher ist das Kinoeinspielergebnis. Auch wenn viele Branchenexperten diese Aussage kritisieren werden, so ist Kinowelt überzeugt, dass diejenigen, die sich den Film durch Piraterie besorgen, nicht mit dem Verlust an potenziellen Kinobesuchern gleichzusetzen sind. Kinowelt verfolgt zwar die kursierende Diskussion auf das Genaueste und engagiert sich auch in den entsprechenden Gremien, aber wir glauben, dass ein privater Raubkopierer einem guten Film sogar dienlich sein kann. Diese Menschen sind oft Meinungsführer in privaten Diskussionen über neue Filme, sie kennen sich mit den neuesten Filmen aus und empfehlen dann sehenswerte Filme weiter.”
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in: Thorsten Hennig-Thurau, Victor Henning (Hg.): Die deutsche Filmindustrie im 21. Jahrhundert
zit. nach Cargo