Ein erster schneller Überblick des Relaunch der Mainzer Rhein Zeitung hat mich nicht gerade begeistert. Die Printausgabe konnte ich mir noch nicht anschauen, jedoch habe ich das neue, große Rot des Schriftzugs „Mainzer“ sofort mit den kostenlosen, wöchentlichen Anzeigeblättern assoziiert.

Auch die Website wurde gerelauncht. Die neuen Funktionalitäten konnte ich mir noch nicht anschauen, aber bereits der erste Blick hat mich entsetzt. Der direkte Vergleich der Landingpage mit der Konkurrenz von der Allgemeinen Zeitung Mainz in der noch immer weit verbreiteten Auflösung 1024×768 braucht wohl nicht weiter kommentiert zu werden:

Mainzer Rhein Zeitung vom 02.11.2010

Allgemeine Zeitung Mainz vom 02.11.2010

Von einem Verlagshaus, das für seine Modernität in Sachen Online- und Social Media-Kompetenz bekannt ist und diese Inhalte auch teils vorbildlich umsetzt, hätte ich mehr erwartet.

Update, 02.11.10 – 11:40 Uhr:

Ich habe mir jetzt einmal die für mich wichtigste Funktion einer Nachrichten-Website angeschaut, die Bereitstellung von RSS Feeds. Während die Konkurrenz unzählige thematisch und regional gefilterte Feeds anbietet, die sich einzeln abonnieren lassen, bietet die MRZ genau zwei Feeds an: Einen unnötigen, weltweiten Agenturticker und einen sogenannten „Regioticker aus dem RZ-Land“. Über den Nutzen eines regionalen Feeds, der das gesamte Verbreitungsgebiet der Rhein-Zeitung zwischen Koblenz, Eifel, Hunsrück, Westerwald, Nahe und Mainz abdeckt, mag man diskutieren. Über die Inhalte nicht:

Regioticker der MRZ am 02.11.10 - 11:40 Uhr

Disclaimer: Ich habe die AZ abonniert aber ansonsten mit keinem der beiden Verlagshäuser zu tun.