Posts Tagged: bloghistory


17
Mrz 10

Linkdump for 16. März 2010

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18
Feb 10

Blogs in Deutschen Printmedien – Zeitverlauf und archäologische Notizen

Ein erstes, eher profanes, wissenschaftlich anspruchsloses, dennoch interessantes Ergebnis. Die Nennung von Blogs (genauer: siehe unten) in Deutschen Meinungsführer-Printmedien.

Es wurde recherchiert in: taz, Süddeutsche Zeitung, Welt & Welt am Sonntag, Der Spiegel, Focus, ZEIT – alle über Lexis-Nexis sowie FAZ und FAS über das FAZ-Archiv.

Gesucht wurde nach:

blog ODER blogs ODER weblog ODER weblogs ODER blogosphäre ODER blogger ODER Internet-Tagebuch

Da scheint mir doch für die weitere Analyse der Inhalte eine Stichprobe sinnvoll…

Die Werte sind sicher auch nicht sonderlich spektakulär; überrascht hat mich jedoch der starke Anstieg von 2008 auf 2009, nachdem ich davon ausgegangen bin, dass sich bis dahin alle Journalisten am medialen Phänomen abgearbeitet hatten. Hypothese: Blogs werden in jüngster Zeit nicht mehr als mediales Phänomen thematisiert, sondern ganz selbstverständlich als Quelle genannt. Wir werden sehen…

Ein Wort noch zu den verschwindend geringen Werten bis 2002: Bis ins Jahre 2000 basieren sämtliche Treffer auf dem Suchbegriff “Internet-Tagebuch”, was kein Wunder ist, da der Begriff “Weblog” erstmals im Jahre 1997 benutzt wurde. In den meisten dieser frühen Artikel geht es um Rainald Goetz’ “Abfall für alle”.

Der erste Artikel aus oben genannter Datenbasis, in dem der Begriff “Weblog” benutzt wird, wurde von Harald Staun verfasst und erschien in der Süddeutschen Zeitung vom 30. November 2000. Es geht darin keineswegs um Nine-Eleven oder andere Ereignisse, die gemeinhin als Initialzündung für Blogs gesehen werden, sondern um die Konstruktion von Medienimages. Interessanterweise beinhaltet Stauns Text bereits den leicht ironisch-herablassenden Skeptizismus, der in den folgenden Jahren für so manchen Zwist zwischen Blogosphäre und traditionellem Journalismus sorgen wird:

Ob die Wirklichkeit ueberhaupt noch jemanden interessiert ist dabei mindestens so ungewiss wie die Frage, wo sie denn zu finden sei. Andersens Kritik* der Medienkritik ist naemlich natuerlich eher noch einen Schritt weiter entfernt von den “echten” Problemen der Gesellschaft als diese selbst. Es ist ja fast schon eine banale Erkenntnis, dass sich Texte immer nur auf andere Texte beziehen, dass Medien nur ueber sich selbst berichten. Schon lange vor Big-Brother klagte Michel de Montaigne: “Es gibt mehr Buecher ueber Buecher als ueber irgend einen anderen Gegenstand. Wir tun nichts anderes, als uns gegenseitig mit Anmerkungen zu versehen. ” Natuerlich offenbart sich das Wesen des Kommentars, das jeder Text beinhaltet, am besten im Internet. In der Form der so genannten Weblogs, einer Art digitaler Tagebuecher, die Artikel und andere Weisheiten kommentieren und verlinken, ist diese Praxis am deutlichsten zu erkennen.

*Staun bezieht sich auf einen leider nicht mehr auffindbaren Beitrag des Medienwissenschaftlers Robin Andersen für mediachannel.org. Heute ist Media Channel 2.0 ein Konglomerat aus kollaborativem Blog und Social Network.


18
Feb 10

“Es ist ja in Mode gekommen, im Internet Tagebuecher zu schreiben…”

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) verlangt von jedem Teilnehmer eine Unterschrift der “Eligibility-Erklärung”, einer schriftlichen Anerkennung der IOC-Richtlinien. Darin ist es den Athleten ausdrücklich untersagt, journalistisch tätig zu werden. Ein generelles Verbot von Blogs, Nachrichtenverbreitung auf Facebook oder per Twitter ist darin aber nicht enthalten.

Der Umgang mit Blogs während der Olympischen Spiele ist in einem eigenen Guidebook geregelt, das die nationalen Verbände vom IOC erhalten haben. “Eintragungen in Blogs werden vom IOC als persönliche Entfaltung und nicht als journalistische Tätigkeit gewertet”, heißt es im 20-seitigen Leitfaden des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), der auf zwei Seiten das Thema “Blogging” behandelt.

(Süddeutsche.de, 11.02.2010)

Strikte Anweisungen gibt es vom NOK auch, was die journalistischen Aktivitaeten der Athleten waehrend der Olympischen Spiele betrifft: Auf keinen Fall duerfen Interna und Bilder aus dem Dorf von Team-Mitgliedern nach aussen transportiert werden. Deshalb hat das NOK ein Verbot von journalistischen Taetigkeiten ausgesprochen, um die Privatsphaere der Aktiven zu schuetzen. Untersagt sind deshalb Kolumnen fuer Zeitungen, Beitraege fuer Privatradios und sogar Enthuellungen auf den eigenen Homepages. “Es ist ja in Mode gekommen, im Internet Tagebuecher zu schreiben. Auch das bewerten wir als journalistische Taetigkeit”, sagte Heiner Henze, der Generalsekretaer des NOK Deutschland. Jeder Athlet hat sich vor Anreise schriftlich dazu verpflichtet, die Regeln einzuhalten.

(Süddeutsche Zeitung, 15.10.2000)


10
Jan 10

Linkdump for 09. Januar 2010

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