Gedankennotiz zu Robert Basics lesenswerten Artikel über die Evolution des Bloggens in Zeiten der zunehmenden Publikationsfragmentierung.

Blogs sind kein Medium, Blogs sind auch keine technischen Einheiten.

Blogs verkörpern eine Geisteshaltung: Die Bereitschaft des Autors miteinander kommunizieren zu wollen, die Bereitschaft sich verbessern zu lassen, die Bereitschaft ergänzt und korrigiert zu werden, die Bereitschaft, sich mit Kritik auseinander zu setzen.

Erst dann lassen sich erweiterte Social Media Phänomene einbinden und erst dann ist auch völlig egal, was ein Blog ist und ob es diesen Begriff in 10 Jahren noch geben wird.

Und erst dann hat Heribert Prantl recht:

„Es wird so getan, als sei die Bloggerei eine Seuche, die via Internet übertragen wird und den professionellen Journalismus auffrisst. Das ist, mit Verlaub, Unfug. In jedem professionellen Journalisten steckt ein Blogger. Der Blog des professionellen Journalisten heißt FAZ oder SZ, Schweriner Volkszeitung oder Passauer Neue Presse, Deutschlandfunk oder Südwestradio.“ [Süddeutsche Zeitung vom 19.07.2010]

Leider vorerst gr0ßteils nur in der Theorie.